Die griechische Sopranistin Ilia Papandreou erhielt ihre musikalische Ausbildung in Boston (USA), Frankfurt am Main und Athen, Meisterkurse absolvierte sie u.a. bei Montserrat Caballé. Ein erstes Engagement führte sie an das Theater Erfurt, seit 2015 ist sie freischaffend tätig.

Seit ihrem Debüt als Marschallin (Der Rosenkavalier) und Leonore (Fidelio) war sie bisher in über 40 Premieren mit Hauptrollen zu erleben. Ihr Repertoire reicht von Mozart (Elettra, Contessa, Vitellia) über das romantische Fach (Agathe, Alice, Antonia, Rusalka) und die Tschaikowsky- Protagonistinnen Agnès Sorelle (Jeanne d’Arc), Tatjana, Nastasia (Die Zauberin) und Iolanta bis zu Gurlitts Nana und Flávio Testis Mariana Pineda (Uraufführung).

Darüber hinaus ist sie eine gesuchte Verdi- und Puccini-Interpretin. So war sie 2013 in der Regie von Stefano Poda als Elisabetta (Don Carlo) und 2014 als Desdemona (Opernwelt- Nominierung als „Sängerin des Jahres“) zu erleben. Im selben Jahr wurde sie außerdem als „Madama Butterfly“ und an der Opéra de Nice als Liù gefeiert. Im französischen Fach gab sie 2015 viel beachtete Debüts als Marguerite (Faust) und als Brunehild in Ernest Reyers Sigurd.

Ilia Papandreou arbeitet regelmäßig mit Regisseuren wie Stefano Poda, Vera Nemirova, Tatjana Gürbaca, Guy Montavon, Katharina Thalbach, Dominique Horwitz, Jean-Louis Grinda, Michael Schulz und Gabriele Rech sowie Dirigenten wie Manlio Benzi, Roland Böer, Joana Mallwitz, Joel Revzen, Kirill Karabitz, Samuel Bächli und Rasmus Baumann zusammen.

Gastengagements führten sie zuletzt u.a. an das Theater St. Gallen und als Eva in Wagners Meistersingern an das DNT Weimar; mit dieser Partie wurde sie außerdem kurzfristig im Februar 2017 an der Mailänder Scala engagiert (Musikalische Leitung: Daniele Gatti). Im Januar 2017 debütierte sie als Marta in Mieczysław Weinbergs Passagierin am MiR Gelsenkirchen sowie als Iolanta an der Prager Nationaloper. An der Seite von Dominique Horwitz war sie Anfang Oktober 2017 mit dem WDR Funkhausorchester Köln in der als Auftragswerk des Westdeutschen Rundfunks uraufgeführten Revue Reformhaus Lutter zu erleben. Mit der Titelpartie aus Cherubinis Medea kehrte sie im November 2017 als Gast an das Theater Erfurt zurück.

Künftige Engagements werden sie u.a. mit Ernest Chaussons Poème de l’amour et de la mer zum Thessaloniki State Symphony Orchestra, als Fürstin Jaroslawna in Alexander Borodins Fürst Igor an das Anhaltische Theater Dessau sowie erneut nach Gelsenkirchen führen.